Thomas Mergel

Geschichte der Stadt Köln, Band 10 – Köln im Kaiserreich

1871–1918

584 Seiten mit 170 meist farbigen Abbildungen
17,5 × 26 cm

Leinen mit Schutzumschlag
Herausgegeben von Werner Eck im Auftrage der Historischen Gesellschaft Köln e. V.
ISBN
978-3-7743-0454-3
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Als Köln modern wurde

Nie zuvor und nie danach ist Köln so schnell gewachsen wie in den 33 Jahren zwischen der Niederlegung der Stadtmauer 1881 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. In dieser Zeit nahm die Einwohnerzahl um das Fünffache zu, die Fläche der Stadt um das Fünfzigfache. Köln wuchs so schnell, dass sich alle Maßstäbe verschoben, auch im Alltag der Menschen: Unter der Erde wurden Abwasserrohre verlegt, Gaslaternen erhellten die Nacht, Pferde verschwanden aus den Straßen und machten der Straßenbahn Platz, Kinos und Sportvereine wurden beliebt. Die rapide Urbanisierung schwemmte Hunderttausende Zuwanderer in die Stadt. Aus Bauerndörfern wurden Industriegebiete, ganz neue Viertel entstanden; die Fluktuation der Menschen war ungeheuer. Das warf die Frage auf, wer denn eigentlich Kölner sei und was »Köln« überhaupt bedeute. Eine der Thesen des Buches: Die Bewältigung des massiven Wandels bedurfte der Traditionen. Kirchliche Bindungen oder der Karneval waren wichtig, um die neuen Kölner zu integrieren. Dadurch wurden die Traditionen ihrerseits weitgehenden Wandlungen unterworfen. So erfand sich Köln als eine moderne Metropole, die dennoch Zugehörigkeit verbürgte.

Prof. Dr. Thomas Mergel (geb. 1960) hat die Professur für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Er forscht vor allem zur Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts, zur Geschichte der politischen Kultur und zu Theoriefragen.

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